Quelle: www.berlinhealthinnovations.com

Informationen für Charité-Mitarbeiter

Dem klassischen Hochschulsystem, bestehend aus den Säulen Forschung und Lehre, wurde seit 2002 eine dritte Säule hinzugefügt, der Technologietransfer. Zur Unterstützung des Technologietransfers haben Bund und Länder eine Vielzahl von direkten und indirekten Fördermöglichkeiten geschaffen, um für Hochschule und Wissenschaftler attraktive Bedingungen zu schaffen, um Forschungergebnisse (kommerziell) nutzbar zu machen.

Sie befinden sich hier:

Beratung zur Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse

Da die Entwicklungszeiten für neue Produktideen und Dienstleistungen im Bereich Medizin vergleichsweise lang sind, stellen auf Erfindungen beruhende Patente häufig das einzige "Zwischenprodukt" dar, welches von Hochschulen und Wissenschaftlern vermarktet werden kann. In bestimmten Fällen können auch Firmen-Ausgründungen eine interessante Möglichkeit sein, um wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu verwerten.

Sie suchen Unterstützung in Form von:

  • Kontakt zur Charité-internen Meldestelle für Erfindungen
  • Informationen zum Thema "Patente"
  • Informationen zum "IPR"-Fragen in Vertragswesen
  • Informationen über Förderprogramme
  • Hilfe bei der Antragsstellung
  • Kontakt zu externen Firmen
  • Informationen zum Thema "Ausgründung"
  • Informationen zum Thema "Regulatory Affairs"
  • Externe (Industrie-)Experten

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf per E-Mail oder telefonisch:

Schwerpunkte in der Beratung

Publikationsscreening

Die beste Idee lässt sich nicht mehr durch ein Patent schützen, sobald sie in irgendeiner Form veröffentlicht ist. Damit kann auch die Chance auf eine Entwicklung zum Produkt für Patienten verloren gehen.

Daher bietet Ihnen die Technologietransferstelle an, Manuskripte, bevor Sie diese bei einem wissenschaftlichen Journal einreichen, vertraulich, komplikationslos und zeitnah darauf zu überprüfen, ob eine Erfindung im Sinne des Patentgesetzes entstanden sein könnte.

Bitte mailen Sie Ihr Manuskript / Paper an Frau Weißenberger unter:


Erfinderung-Beratung

Weiterhin sind Sie herzlich eingeladen, in unsere Erfinder-Beratung zu kommen. Einzeltermine können Sie sowohl telefonisch bei Frau Weißenberger ausmachen:

+49 30 450 570 273

Selbstverständlich werden alle Mitteilungen, die Sie der Technologietransferstelle machen, streng vertraulich behandelt.

Erfindungen / Patente

Patentschutz, Urheberrechte, Markenschutz und artverwandte Schutzrechte dienen prinzipiell dem Zweck geistiges Eigentum zu sichern und bilden damit auch einen rechtlich geschützten Raum um vor allem die regelmäßig hohen Investitionskosten bei der Entwicklung neuer Technologien abzusichern.

Wie profitiert der Hochschul-Erfinder?

Seit 2002 wurden im Arbeitnehmererfindergesetz (ArbErfG) neue rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen, die für Hochschulen das Anmelden und Verwerten von Patenten deutlich verbessern und vereinfachen und die mit einer attraktiven Erfolgsbeteiligung für alle Hochschulmitarbeiter verbunden sind:

  • Diensterfindungen von Hochschulmitarbeitern sind Eigentum der Hochschule, welche die Kosten und die wirtschaftlichen Risiken trägt.
  • Der Erfinder oder die Erfindergemeinschaft bekommen 30% der Bruttoerlöse. Das bedeutet, die Erfinder werden auch dann vergütet, wenn z.B. die Patentkosten die Patenterlöse übersteigen. Auf diese weise ist sichergestellt, dass im Gegensatz zur vorherigen Regelung (Hochschullehrerprivileg) der Hochschulerfinder keinem wirtschaftlichem Risiko durch das Anmelden von Schutzrechten ausgesetzt ist.
  • Der Hochschulerfinder ist von den bürokratischen Formalitäten befreit, muss keinerlei Kosten mittragen und ist lediglich angehalten im Zuge der Patentanmeldung unterstützend mitzuarbeiten. Die Patentverwaltung wird von der Technologietransferstelle der Charité übernommen.
  • Veröffentlichte Patentanmeldung stellen zudem Publikationen dar.


Wie melde ich meine Erfindung?


Falls Sie eine Erfindung gemacht haben oder auch nur überprüfen lassen wollen, ob Sie eine schutzfähige Erfindung gemacht haben, nutzen Sie bitte unser Formular Erfindungsmeldung (PDF-Datei).

Das ausgefüllte Formular schicken Sie bitte an die Technologietransferstelle der Charité:

Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Technologietransferstelle
Dr. Anette Schröder
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Bitte achten Sie darauf, dass alle Erfinder benannt sind und dass jeder Erfinder unterschrieben hat. Sobald wir Ihre Erfindung erhalten haben, bekommen Sie von uns eine Eingangsbestätigung mit Eingangsdatum. Anschließend wird das weitere Vorgehen mit Ihnen abgestimmt.


Thema "Patent und Publikationen"

Ob eine Erfindung patentfähig ist, hängt auch davon ab, ob die Erfindung wirklich neu ist. Neu im patentrechtlichen Sinne ist sie nur, wenn keinerlei Vorveröffentlichung stattgefunden hat. Also auch keine Veröffentlichung in Form von Postern, Abstracts, Vorträgen, Präsentationen, Doktorarbeiten etc.

Grundsätzlich gilt: Erst Patent anmelden, dann publizieren!

Im Notfall kann eine Patentanmeldung auch innerhalb von wenigen Tagen erfolgen, so dass in der Regel eine geplante Publikation nicht durch eine Patentanmeldung verzögert oder beeinträchtigt wird.

Wichtige Informationen:  

  • Diensterfindungen sind dem Arbeitgeber zu melden. Bitte nutzen Sie das Formular zur Erfindungsmeldung.
  • Die Technologietransferstelle nimmt die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers wahr.
  • Eine Diensterfindung ist nach § 4 ArbErfG eine Erfindung, die im Zusammenhang mit den dienstlichen Arbeitsinhalten des Hochschulmitarbeiters steht.
  • Die Hochschule muss binnen 4 Monaten darüber entscheiden, ob sie die gemeldete Erfindung in Anspruch nimmt.
  • Die Entscheidungsfrist verkürzt sich auf zwei Monate, falls ein konkreter wissenschaftlicher Publikationstermin angegeben wird.
  • Nimmt die Hochschule eine Erfindung in Anspruch ist sie auch verpflichtet eine Schutzrechts-Anmeldung zu veranlassen.
  • Die Hochschule entscheidet darüber in welchen Ländern eine Patentanmeldung erfolgen soll. Länder in denen die Hochschule nicht anmelden will, müssen dem Erfinder / der Erfindergemeinschaft freigegeben werden.

Produktideen – Wissenschaftler benötigen Fördermittel zur Wissensverwertung

Produktideen, ob patentiert oder nicht, vermarkten sich nicht ohne weitere Entwicklungsarbeit. Die Weiterentwicklung einer Produktidee / Dienstleistung kostet Geld. Hierfür wurden staatliche Fördermittel-Module auf Bundes- und Landesebene geschaffen.

Wir helfen Ihnen die richtigen Fördermittel zu finden

Auf Bundes- und Länderebene existieren parallel eine Vielzahl von Fördermittelausschreibungen, dabei weist jedes einzelne Fördermodul andere Charakteristika auf. Kontaktieren Sie uns und wir zeigen Ihnen gerne für ein konkretes Projekt die Vor- und Nachteile verschiedener Fördermittel auf.

Wir helfen Ihnen Förderanträge zu stellen

Förderanträge für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Ergebnisse zu Produkten und Dienstleistungen haben je nach Fördermodul eine eigene Sprache und eine politische Intention. Dort, wo wir selbst mittlerweile einen reichaltigen Erfahrungsschatz haben, helfen wir Ihnen gerne bei der konkreten Antragsstellung. In allen anderen Fällen werden wir versuchen Ihnen kostenlose Coaches oder Betreuungsangebote zu vermitteln. Desweiteren helfen wir Ihnen gerne bei den Charité-internen Antragsprozessen und unterstützen Sie in der Kommunikation mit dem Projektträger.

Wir helfen Ihnen Kooperationspartner zu finden

Häufig wird durch staatliche Fördermittel die direkte Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gefördert. Wir helfen Ihnen geeignete Kooperationspartner zu identifizieren, anzusprechen und Geheimhaltungsaspekte zu wahren.

Wir helfen Ihnen Expertenrat einzuholen


Wissenschaftler kennen sich nur in Ausnahmefällen gut mit Marktanalysen, regulatorischen Fragen oder spezifischer Produktentwicklung aus. Um Risiken richtig einzuschätzen, den Einsatz von eigenen Ressourcen effizient zu gestalten und eine marktgerechte Entwicklung zu gewährleiten, bedarf es i.d.R. Expertenwissens. Kontaktieren Sie uns und wir versuchen für Sie eine unentgeltliche Beratung durch Experten zu vermitteln.

Gründungsvorhaben

Gründung einer Firma – Ausgründung

Für die Verwertung von Forschungsergebnissen bietet sich oftmals auch die Gründung einer Firma an, z.B. um die eigene Idee zu einem Produkt / Dienstleistung weiterzuentwickeln.


Finanzierung von Ausgründungsvorhaben

Der Bund unterhält mehrere Förderprogramme für Hochschulausgründer. Wir informieren Sie gerne über einzelne Programme und vermitteln Ihnen Coaches und Berater für die Antragsstellung. Die Charité ist über ein Kooperationsprojekt mit der Gründungsförderung der Freien Universität "Profund Innovation" verbunden.


Ergänzung von Kompetenzen

Typischer weise verfügen Hochschulausgründungen über wissenschaftliche Kompetenz. Den Gründerteams fehlen aber regelmäßig wirtschaftliche und regulatorische Kompetenzen. Wir unterstützen Sie dabei entsprechende Personen und Kompetenzen zu finden.


Regulatorische Fragen

Wenn Sie ein Medizinprodukt zur CE-Zertifizierung entwickeln wollen, bieten wir Ihnen eine erste Weiterbildung / Beratung in regulatorischen Fragen.


Weiterbildung, Seminare, Businessplanwettbewerb


In Berlin und Umgebung existieren vielfältige Möglichkeiten sich in den verschiedenen Aspekten einer Gründung weiterzubilden. Beispiele sind das Seminarprogramm des Businessplan-Wettbewerbs Berlin Brandenburg, der FUNpreneur-Wettbewerb für Studenten, die BB Life-Seminare zu regulatorischen Aspekten, der MBA BioMedTech der Universität Potsdam oder die TCC-Seminare. Kontaktieren Sie uns und wir werden versuchen Ihnen entsprechende Angebote zu vermitteln.


Die Entrepreneurial Network University


Die Charité und die Freie Universität arbeiten in der Gründungsförderung zusammen im EXIST-IV-Projekt "Entrepreneurial Network University".

Industrieangebote

Pfizer Worldwide Research & Development (WRD), offers number of opportunities for collaboration and invites you to join the open innovation initiative

Link: PDF Link with Areas of Interest

Pfizer Worldwide Research & Development

Discovery Partnerships with Academia (DPAc) (GSK)
Discovery Partnerships with Academia (DPAc) is a new approach to early drug discovery.

Link: http://www.dpac.gsk.com/


Grants4Tech by Bayer Healthcare AG

With the Grants4Tech robotic challenge, Bayer aims to strengthen the bond between the Lifescience industry and academic robotic research communities and enthusiasts. We aim for a complete new class of applications based on modern robotics.

Link: https://grants4tech.bayer.com/


Grants4Leads by Bayer Healthcare AG

The Grants4Leads initiative of Bayer Healthcare is looking for novel small-molecule leads that relate particularly to the fields of oncology, cardiology, hematology and gynecological therapies

Link: http://www.grants4leads.com

 
Grants4Apps by Bayer Healthcare AG

Bayer HealthCare is looking for innovative novel software, hardware, technologies, or processes that can be applied on particular areas contributing to improve health outcomes or pharmaceutical processes.

Link: http://www.grants4apps.com


Grants4Indications™ by Bayer Healthcare AG

Bayer HealthCare is looking for ideas for a new indication using Bayer compounds. Bayer is promoting the exploration of new indications by offering grants and further financial support.

Link: https://www.grants4indications.bayer.com/

 
Grants4Targets by Bayer Healthcare AG

Bayer HealthCare allocates grants for the exploration of attractive, novel drug targets and biomarkers in the fields of: Oncology, Gynecology, Cardiology and Hematology.

Annual deadlines for submission are March 31 and August 31.

Link: http://www.grants4targets.com

 
Merck Biopharma Open Innovation Portal

Merck offers number of opportunities for collaboration and invites you to join the open innovation initiative.

Link: http://biopharma.merckgroup.com/en/partners/open_innovation_portal/index.htm

Förderprogramme

Themenspezifische Förderprogramme

Der Technologietransfer bietet Ihnen Beratung und Unterstützung bei verschiedenen verwertungsbezogenen Fördermittelprogrammen. Darüber hinaus beraten wir zu Fördermittelprogrammen zur Förderung von themenspezifischen Verbundprojekten zwischen KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) und Universitätseinrichtungen.

Das Team unterstützt Sie gerne bei der Suche nach einem passenden Förderprogramm.

BMBF "KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion"
Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus einem breiten Themenspektrum, die ihren Schwerpunkt an den drei Themenfeldern im MTI-Forschungsprogramm orientieren:
• Intelligente Mobilität
• Digitale Gesellschaft
• Gesundes Leben
Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen.
Einreichungs-/Vorlagefrist für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.
Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier (Link).

 

 

Themenoffene Förderprogramme mit Unternehmen

Hier finden Sie Informationen zu den Forschungsförderungsprogrammen über FuE Projekte mit Beteiligung von KMU (kleine und mittelständische Unternehmen).

Transfer BONUS

Seit 1. Januar 2016 wird der Bereich Digitalisierung besonders gefördert. Im Rahmen der Standardvariante kann hier einmalig ein Zuschuss von bis zu 45.000 €  bewilligt werden.
alle Informationen finden Sie hier: Link

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand - ZIM
alle Informationen finden Sie hier: Link

BMBF KMU Innovativ MD
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Die Bewertung erfolgt jeweils zum 15. April und 15. Oktober.

Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier: Link

Eurostars
Förderprogramm für forschungstreibende KMU
Die vollständigen Unterlagen finden Sie hier: Link

Themenoffene Förderprogramme ohne Unternehmen

Hier finden Sie Informationen zu den Forschungsförderungsprogrammen zur Förderung von verwertungsbezogenen FuE-Projekte und Unternehmensgründungen an Hochschulen.

Erfindungsmeldung und Richtlinien für den Technologietransfer